Mit dem UP! geht's bei der AmAG weiter aufwärts!
VR Bank spendet der Autogemeinschaft ein Auto


Quelle: Mitteilungsblatt Gemeinde Amerang April 2014. Text: Christl Auer / Walter Satzinger
zweitesauto

Ein zweites Auto für die Ameranger Autogemeinschaft: Konrad Irtel, Vorstandssprecher der VR·Bank Rosenheim-Chiemsee. und Bürgermeister Augustin Voit mit den Vorständen der AmAG und Georg Kierner, Geschäftsführer der Volksbank Raiffeisenbank in Amerang (von links), bei der Übergabe des nagelneuen Autos.
(Bild: Wasserburger Zeitung)

Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG übergab ein VR-Mobil an die Ameranger Autogemeinschaft e. V. (AmAG) und sorgt damit für noch mehr Flexibilität bei den "Auto-Teilern".

Mit einem Auto flexibel mobil sein – und doch dabei Geld sparen und das Klima schützen? Die Ameranger Autogemeinschaft zeigt seit acht Jahren, dass das mit der gemeinschaftlichen Nutzung eines Autos sehr gut möglich ist. Die Idee war nicht neu, aber die Ameranger haben bewiesen, dass "Car-Sharing" nicht nur großstadttauglich ist, sondern auch im ländlichen Raum problemlos klappen kann.
Die Vorteile liegen auf der Hand: AmAG-Mitglieder verfügen über ein Fahrzeug, ohne es besitzen zu müssen. Das erspart ihnen den eigenen Zweitwagen, mindert mächtig die Anschaffungs- und Unterhaltskosten und schafft auch zeitliche und organisatorische Freiräume, denn um Werkstattaufenthalte, TÜV, Reifenwechsel und ähnliches kümmert sich die Gemeinschaft.
Die Anschaffung des bislang einzigen Gemeinschaftsfahrzeugs wurde durch Privatkredite vorfinanziert. Die Betriebskosten werden zurzeit über einen Monatsbeitrag von 5 Euro, 35 Cent pro gefahrenem Kilometer (inklusive Benzin) und 40 Cent je Stunde Mietdauer umgelegt; für Langstrecken und nachts gelten günstigere Tarife. Das darüber hinaus erwirtschaftete Geld wird zur Kreditrückzahlung und zum Ansparen für ein neues Fahrzeug verwendet.
Um zu einem selbsttragenden System zu werden, brauche es allerdings mindestens eine Fahrleistung von 12.000 km im Jahr, sagt Walter Satzinger, einer der Vorstände des AmAG e.V., und das heißt: Es braucht dafür eigentlich noch mehr Personen als die Handvoll Familien, die sich bisher den Opel Zafira teilen, und die Mitglieder der Ameranger Gemeindeverwaltung, die es neuerdings auch gelegentlich benutzen.
Warum aber beteiligen sich nicht mehr Leute an diesem Projekt, das so offensichtlich sinnvoll ist? Weil viele glauben, meint Satzinger, dass – solange die Gemeinschaft nur über ein Fahrzeug verfüge – dieses sicher gerade dann nicht frei sein dürfte, wenn sie es mal benötigten. Ein verständlicher, aber unberechtigter Vorbehalt. Denn in all den Jahren der AmAG habe es kaum Terminüberschneidungen gegeben, und falls doch einmal, sei auf dem Weg kurzer Kommunikation stets eine zufriedenstellende Lösung gefunden worden.
Mit einem zweiten Fahrzeug aber könnten diese Bedenken nun ausgeräumt werden. Dementsprechend groß war die Freude der ‚Amagos', als ihnen nun Konrad Irtel, Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, zusammen mit Georg Kierner, dem Leiter der Ameranger Geschäftsstelle, in einer kleinen Feierstunde die Schlüssel zu einem nagelneuen VW Up! übergab.
Das Angebot der Bank, auch den AmAG e.V. – wie bereits einige andere soziale Einrichtungen in Bayern – mit der Spende eines Vrmobils zu bedenken, gab es schon vor fast zwei Jahren. Es war Herrn Kierners Idee und Initiative gewesen, die Autogemeinschaft auf diese Weise an den Erlösen des Gewinnsparvereins seiner Bank teilhaben zu lassen. Und es ist seiner Ausdauer zu verdanken, dass trotz mancher rechtlichen und organisatorischen Hürde die Überlassung des Autos schließlich möglich wurde.
Überzeugt waren die Verantwortlichen der Bank von dem ‚Vorzeigeprojekt', das im Übrigen auch gut zum Ameranger Energiekonzept passe, von Anfang an gewesen. "Ich freue mich sehr, dass wir helfen können, das Engagement für Mitmenschen und Umwelt vor Ort mit einem VRmobil nachhaltig zu stärken", betonte Konrad Irtel. Der Verein strebe ein menschen- und naturfreundliches Verkehrswesen an und unterstütze außerdem fahrzeuglose oder fahruntüchtige Menschen im Dorf.
Dank dem zweiten Auto nämlich können über die AmAG künftig solchen Personen nun Transportfahrten zu Arzt- oder Behördenbesuchen angeboten werden; ehrenamtliche Fahrer stehen dafür schon bereit. "Damit kann das soziale Netz in der Gemeinde ausgebaut werden", freute sich deshalb Bürgermeister Gust Voit auf der Übergabe-Feier am 24.März.
Außerdem wird jetzt versucht werden, den potenziellen Mitgliederkreis des AmAG e.V. zu erweitern, indem auch jenseits des Zentraldorfs, in Evenhausen, ein Auto-Standplatz eingerichtet wird, sodass auch dortige Gemeindebewohner bei dem Projekt mitmachen könnten.
Über ein praktisches Online-Buchungssystem sind sowohl der Opel-Siebensitzer mit Anhängerkupplung (bei Bedarf mit Fahrradständer) als auch der kleine VW einfach und meist auch sehr kurzfristig zu buchen. Wer´s mal ausprobieren will, kann das Angebot mit einer dreimonatigen Schnuppermitgliedschaft testen. Weitere Infos unter www.amag-online.de.

"Ein ähnlicher Artikel erschien in der 'Wasserburger Zeitung' vom 7. April 2014"

Nun nimmt die AmAG auch die Gemeinde mit ins…Auto!

Quelle: Mitteilungsblatt Gemeinde Amerang März 2014. Text: Walter Satzinger - Foto: Christine Sinz

Gemeinde

Probestart: Michaela Jacklbauer kutschiert die Herren Stadler und Görgmayr

Davor war im Sitzungssaal des Rathauses das gesamte Personal der Gemeindeverwaltung versammelt gewesen und über den Gebrauch des Gemeinschaftsautos informiert worden: wie man im Internet die geplanten Fahrten bucht und dann Zugang zu dem Wagen bekommt, wie das Fahrtenbuch geführt wird und die Kostenabrechnung erfolgt.

Beim anschließenden Gespräch über weitere technische oder organisatorische Details wurde deutlich: Autos gemeinschaftlich zu betreiben, ist wirklich nicht kompliziert, viel einfacher als weithin angenommen. Und Gemeinde-Azubi Michaela Jacklbauer machte nach der Versammlung gleich auch den Test: einen Probestart im Gemeinschaftsauto (s. Foto).
Ab jetzt können also alle 15 Mitglieder der Gemeindeverwaltung ihre Dienstfahrten mit dem AmAG-Auto durchführen, und selbst als Privatpersonen sind sie berechtigt, es zu benutzen.
Wenn dann – in Bälde – ein zweites AmAG-Fahrzeug zur Verfügung steht, dürfte es trotz diesem mächtigen Zuwachs an "Fahrberechtigten" kaum zu Terminkollisionen kommen. Und wenn doch, muss man sich halt untereinander arrangieren. Die Erfahrung auch anderer Autogemeinschaften lehrt: Das geht immer!

Auch Gemeinde ein Autoteiler

standplatz

Das AmAG-Auto auf dem Stellplatz vor dem Rathaus - kurze Wege für die Gemeindemitarbeiter.

Wasserburger Zeitung vom 24.10.13

Jetzt sitzt auch die Gemeinde auf dem Beifahrersitz: Der Gemeinderat beschloss den Beitritt zur "Ameranger Autogemeinschaft" (AmAG), die seit 2006 besteht.

Damals war es ein Novum in der deutschen Carsharing-Szene: Amerang war das erste Dorf, in dem der bis dahin ausschließlich städtische Versuch des Autoteilens unternommen wurde. Die AmAG ist ein Zusammenschluss von zurzeit sieben Familien, die ein gemeinsam gekauftes Auto gemeinschaftlich betreiben, so dass jeder von ihnen die Haltung eines Zweitwagens spart.
Gegründet als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) hat sich die AmAG, selbst Mitglied im Bundesverband der CarSharing-Organisationen (bcs) , nun als eingetragener Verein konstituiert - mit gemeinnütziger Zielsetzung. Denn Zweck ist nicht nur der finanzielle Nutzen, der durch Teilung der Kfz-Fixkosten für die Mitglieder entsteht, sondern auch der ökologische Gewinn für die Allgemeinheit: weniger Umweltbelastungen, die allein schon Produktion und Vertrieb von Autos verursachen. Außerdem will die AmAG Amerangern, die selbst nicht (mehr) Auto fahren können, eine preiswerte Transportmöglichkeit anbieten.
Die Gemeinde Amerang hatte schon bisher das AmAG-Projekt tatkräftig unterstützt, hat dem Gemeinschaftsauto einen Stellplatz gleich neben dem Rathaus reserviert und sowohl im Gemeindeblatt als auch auf die Webseite immer wieder auf die Autogemeinschaft aufmerksam gemacht.
Jetzt hat der Gemeinderat auch noch den Beitritt der Gemeinde zum AmAG-Verein beschlossen. Er folgt damit dem Vorbild anderer Kommunen wie der Stadt Wasserburg und auch zahlreichen Gemeinden im Landkreis Ebersberg, die ebenfalls Mitglieder der dortigen Autoteiler-Organisationen geworden sind, um ihre Unterstützung für derartige Initiativen kundzutun.
Mehr noch: Bürgermeister Gust Voit rechnet damit, dass künftig auch Ameranger Gemeindebeschäftigte hin und wieder das Gemeinschaftsauto benutzen werden zur Erledigung von Dienstgeschäften.
Gegen seinen Antrag auf Beitritt zum Verein gab es nur eine Gegenrede und drei Gegenstimmen. Alle übrigen 14 Ratsmitglieder stimmten ihm zu, und mehrere Gemeinderäte betonten ausdrücklich, wie gut ein solches "Leuchtturm projekt" gerade zum Ameranger Energiekonzept passe. Die Beteiligung sei sogar ein Akt gemeindlicher "Familienförderung".
Die Gemeinde Amerang wird also wie die anderen AmAG-Mitglieder eine rückzahlbare Gemeinschaftseinlage von 450 Euro und einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von fünf Euro entrichten und Zugang zu dem im Internet installierten Buchungssystem erhalten. Wenn ihre Mitarbeiter innen den vollkaskoversicherten Wagen benutzen, werden die Fahrten nach den aus Zeit- und Streckentarifen zusammengesetzten AmAG-Gebühren abgerechnet.

 

Amag im Radio

Interview mit den AmAG-Mitgliedern Ludwig Hollermeier und Walter Satzinger in einer Sendung des ”Notizbuch”, Bayern 2, am 25.05.2011: ”Wer teilt, kommt weiter – Carsharing in Stadt und Land”.

 

AmAG im Fernsehen!

Der Sender 3sat hat in seiner Sendereihe "vivo" am 01. März 2008 um 17.30 Uhr über unsere Autogemeinschaft berichtet. Fazit des Beitrags: Carsharing ist gerade auf dem Land nötig und selbst in einem kleinen Dorf gut möglich!

 

Amag in der Presse

(Trostberger Tageblatt, 15. September 2006)

 

 

Schnupper-Mitglieder

Ameranger Autogemeinschaft begrüßt bei ihrem Treffen am 10.11.2006 zwei neue Schnupper-Mitglieder!

 

 

Schlüsselübergabe

Schlüsselübergabe am 28. August 2006 für die erste Fahrt mit unserem Gemeinschaftsauto an Frau Ada Schweinsberger von Thomas Rußwurm vom Autohaus Rußwurm (links) und Dr. Walter Satzinger (rechts).